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Kategori: Bjørneremshistorie
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Naturgebiet Sandan, Midøy

Sandane ist nicht nur ein Badeplatz und ein Wandergebiet, es ist auch ein geschichtsträchtiger Ort. So lebten in den

 

Bjørneremshellerane wahrscheinlich die ersten Bewohner Romsdals und hier verlief auch die Reichsgrenze in den Jahren 1658-1660. Hamnaneset (Landzunge, die den natürlichen Hafen begrenzt) gilt als ein Kulturgut.

Hamnaneset ragte ca. 600 m in den Fjord hinein. Nördlich der Westspitze liegen einige kleine Inseln und innerhalb dieser Holme liegt ein natürlicher Hafen: Jektehamna (Jekthafen). Dieser hat schon zu Wikingerzeiten (ca. 800 bis1050) als Hafen gedient. Zu beiden Seiten liegen Buchten mit Sandstränden. Jekt ist ein spezielles Boot: ein kleines breites Segelboot, das im Mittelalter (500 bis 1500), aber auch noch bis zum 19. Jhd. sehr gebräuchlich war.

  1. Hügelgräber (Steinhügel)
  2. Spuren von Häusern aus dem Mittelalter
  3. Bjørneremshellerane (gekennzeichnet durch ein eigenes Schild)
  4. Reichsgrenze (Riksgrense) (gekennzeichnet durch ein eigenes Schild)

Suche nach Spuren aus dem Altertum

Im Jahre 1965 nahm Nils Parelius (Lokalhistoriker) zusammen mit dem Midøyer Odd Kjell Sjøvik Hamnaneset in Augenschein. Ziel war es, Spuren alter Besiedlungen zu finden. Der Ausgangspunkt dafür war ein Bericht, den Th. Petersen von der Wissenschaftsgesellschaft in Trondheim im Jahre 1925 nach Untersuchungen vor Ort niedergeschrieben hat. Das Meiste, wovon Petersen geschrieben hat, konnte wiedergefunden werden. Über die Landzunge waren viele Steinsetzungen verteilt. Einige waren Hügelgräber, bei anderen war die Funktion auf Grund ihrer Form unklar. Auf jeden Fall waren das aber Spuren alter Besiedlung.

Erhaltene Spuren aus dem Altertum in der heutigen Zeit.

Heute sind viele Steinsetzungen überwuchert und einige sind teilweise mutwillig oder auf andere Weise zerstört worden. Die meisten Steinsetzungen, die 1925 registriert wurden und von Nils Parelius im Buch „Oldtidsminner i Midsund kommune“

S.88-93 analysiert wurden, sind immer noch zu finden. Siehe auch „Midsund Gard og slekt 2“ S. 372-373.

Eine Sage aus der Wikingerzeit

Es gibt eine Sage aus der Wikingerzeit, deren Handlung sich hier in dieser Gegend abspielt. In Olav Rekdals Buch „Märchen und Sagen, Volksüberlieferungen ausRomsdal“ ,1933, findet sich eine Sage mit dem Titel: „Der Schatz auf dem Bløkallen“. (Bløkallen ist der höchste Berg von Midøy)

Olav Rekdal erzählt:

Einmal haben ein paar Wikinger ihr Boot im Hafen an der Nordwest-Seite von Midøy festgemacht. In der Nacht hatte ihr Anführer einen eigenartigen Traum. Er träumte, dass es zu einem Kampf kommt und er dabei das Leben verlieren würde.

Am Morgen nahm er zusammen mit vier seiner besten Kumpane alles Silber und Gold mit sich, das er angehäuft hatte -  das war soviel, dass er sieben Jahre Steuern in Norwegen bezahlen könnte. Und so ruderten sie an Land, gingen den Berg hinauf und vergruben alles zwischen Steinen.

Am anderen Tag kam es zum Kampf mit anderen Wikingern, die ihnen auf den Fersen waren. Die Schlacht fand auf Hamneneset statt. Und der Anführer wurde getötet, zusammen mit den meisten seiner Männer. Auch diejenigen, die den Schatz mitvergraben hatten, fielen. Der Rest wurde gefangen genommen und versklavt. 

Über den Ort, wo der Schatz vergraben wurde, soll ein Ziegenpfad gehen. Und die Sonne scheint dort nur, wenn sie im Nordwesten steht. Viele haben nach dem Schatz gesucht, aber niemand hat ihn bis jetzt gefunden.